Das Netzwerk
Seit Sommer 2025 arbeitet das Team von SPORT 1 an neuen Möglichkeiten, experimentelle Musik und avantgardistische Klangwelten intuitiv zugänglicher zu machen und neue musikalische Möglichkeiten in der Vernetzung zu erkunden.
Auf Basis dessen begann die Entwicklung eines Aufführungsformates, bei welchem das Publikum eine aktive Rolle übernimmt und Teil des kreativen Prozesses wird. Der direkte und tiefgreifende Einfluss des Publikums auf Klang und Form steht dabei im Mittelpunkt. Wettstreitende, Spielgerät, Publikum und Musiker:innen sind über ein lokales Netzwerk miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.
Basierend auf dem Netzwerkprotokoll Open Sound Control (OSC) arbeitet das Team an ihrem Userinterface oscheat, welches ermöglicht, Parameter aller Performer:innen in Echtzeit zu kontrollieren und zu synchronisieren.
Auf diese Weise entstehen neue und vielfältige Möglichkeiten musikalischer Interaktion, die über das reine Zusammenspiel hinausgehen. So können die Musiker:innen direkten Einfluss auf die Klangerzeugung der jeweils Anderen nehmen, die Positionierung der Klänge im 3D-Audio-Raum kontrollieren, tonale Systeme verändern oder gemeinsam die Rhythmik einer Drummachine steuern.
Weiterhin sind auch die Spiele der Performance an oscheat angeschlossen und außermusikalische Parameter zur Steuerung von Licht und Visualisierungen in das System integriert.
Die entwickelten Spiele, unter anderem Spiele mit Schlägern, eine Adaption des bekannten Gesellschaftsspiels Jenga oder auch die Verwendung von Arcade-typischen Tanzmatten ermöglichen dem Publikum, die Parameteränderungen durch optisch und logisch bekannte Gesten ein Verständnis für die Einwirkungsweisen auf musikalische Parameter zu gewinnen.
Die Performance wird im Rahmen einer Residency in enger Zusammenarbeit mit dem ligeti zentrum in Hamburg erarbeitet. Dieses ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Transferzentrum in Hamburg, das die Bereiche Kunst, Wissenschaft, Gesundheit und Technologie miteinander verknüpft. In Kooperation mehrerer Hamburger Hochschulen fördert es Forschung und Entwicklung an den Schnittstellen künstlerischer Praxis, technologischer Innovation und wissenschaftlicher Erkenntnis. Ziel ist es, neue Formen des Wissens- und Technologietransfers zu erproben und diese in einen gesellschaftlichen Kontext einzubetten.
Mehr Informationen sind auf der Seite des ligeti zentrum zu finden.

